collector’s profile


photo basel – collector’s profile

 

In diesem Jahr startet eine neue Reihe von Sonderausstellungen mit dem Titel "collector's profile".
In dieser Sonderausstellung legen wir den Schwerpunkt auf Privatsammlungen deren Herzstück die Fotografie ist.

 

Als Premiere sind wir besonders stolz, die Privatsammlung des Schweizer Sammlers Claudio Righetti über den Künstler «Mario Giacomelli» begrüßen und ausstellen zu dürfen.

  

Die Sammlung Righetti auf der photo basel

 Mario Giacomelli - Wiedersehen mit einem außergewöhnlichen Fotografen

 

Die Sammlung Righetti in Bern ist eine der umfassendsten und bemerkenswertesten Sammlungen von Werken des italienischen Meisterfotografen Mario Giacomelli (1925 - 2000).

Ziel der Sammlung Righetti ist es, eine neue Perspektive auf Mario Giacomelli zu eröffnen, indem sie seinen Arbeitsprozess sowie die kohärente Struktur, die sein gesamtes Oeuvre durchzieht und seinen charakteristischen Stil ausmacht, hervorhebt. Für Giacomelli waren Kunst und Leben untrennbar miteinander verbunden, und jeder Bildzyklus entstand in enger Verbindung mit der vorangegangenen Serie.

Seit Anfang der 1980er Jahre haben Vater Leonello Righetti und Sohn Claudio Righetti die Sammlung aufgebaut und bis heute durch gezielte Neuankäufe vervollständigt. Die Sammlung umfasst Werke aus allen Phasen des künstlerischen Schaffens Giacomellis: von frühen Arbeiten aus den Jahren 1953/54 bis hin zu weniger bekannten Spätwerken.

  

MARIO GIACOMELLI - eine Ikone der Fotografie

 

Schon in seinen frühen Jahren als Künstler hatte Mario Giacomelli seine eigene Bildsprache entwickelt. Sein einzigartiger und unverwechselbarer Stil hat neue Impulse in der Fotografie gesetzt.

Entstanden ist Giacomellis Werk in der italienischen Region Marche, eine Gegend, die der Künstler fast nie verlassen hat.

Trotz seiner zurückgezogenen Lebensweise wurde Giacomelli in die erste Ausstellung italienischer Fotografie in den Vereinigten Staaten aufgenommen, die 1957 im George Eastman House in Rochester, NY, stattfand. Dort präsentierte er eine seiner frühen Arbeiten, die zu seinen weltberühmten Landschaftsfotografien werden sollten. Bis zu seinem Tod im Jahr 2000 blieb die Landschaft das zentrale Thema in seinem Werk.

Lamberto Vitali präsentierte Giacomelli 1960 auf der Mailänder Triennale und Nathan Lyons kuratierte 1968 und 1969 Ausstellungen mit seinen Werken. In den frühen 1970er Jahren wurde Giacomelli von dem einflussreichen MoMA-Fotokurator John Szarkowski in seine bahnbrechende Publikation "Looking at Photographs - 100 Pictures from the Collection of The Museum of Modern Art" aufgenommen. 1975 wählten sowohl Bill Brandt als auch Mark Haworth-Booth Arbeiten von Giacomelli für ihre Ausstellung "The Land" im Victoria and Albert Museum in London aus.

In den 1970er und 1980er Jahren wird Giacomelli zum wichtigsten italienischen Fotografen in der internationalen Szene. Heute sind Giacomellis Bilder in den Sammlungen der renommiertesten Museen der Welt zu finden. In seiner fast 50-jährigen Karriere wird der Autodidakt Giacomelli zu einem der bedeutendsten und berühmtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Mario Giacomelli Young priests – «I have no hands that caress my face» 1961 – 63 Silver gelatin print Copyright: © Archives Mario Giacomelli – Rita e Simone Giacomelli

Mario Giacomelli
Young priests – «I have no hands that caress my face» 1961 – 63
Silver gelatin print
Copyright: © Archives Mario Giacomelli – Rita e Simone Giacomelli